Heute stünden mehrere Themen zur Auswahl. Also muss ich das Knobelbecherprogramm unter Ubuntu 7.10 bemühen. And the winner is Neasden !
Neasden ist tatsächlich ein ziemlich langweiliger Vorort von London, aber auch Heimat des fiktiven
Fussball Clubs „Neasden F.C.“ welcher von der Satirezeitschrift „Private Eye“ als sog. „long-running joke“ mit Schlamm u.ä. beworfen wurde.
Dies allein wäre kein richtiger Grund die „Jubilee Line“ gen „Neasden Station“ zu besteigen.
Also muss es was Anderes sein und da kommt ihr nie drauf !
Because Neasden is home of the the „Shri Swaminarayan Mandir“.
http://en.wikipedia.org/wiki/Neasden_Temple
Ein Mandir ist ein Hindutempel und der SSM ist der Grösste ausserhalb Indiens.
Es gibt in England zwar etliche. Die sind aber in säkularen Gebäuden untergebracht. Z.B in Glasgow…
(„Are there no trrruue scotsmen in tha hoooose ?“)
O.K ! Moment! Falsche Einspielung. Das ist Alles ein schreckliches Missverständnis …
Es gibt in Schottland etliche Mandire ( ich hab jetzt mal kühn den deutschen Plural gesetzt. Vielleicht schafft ers ja in den DUDEN ) und eventuell auch in England. So hört man jedenfalls – manchmal. In Schottland. Wenngleich immer seltener !
Ist schon ein paar Jahre her, dass ich den „Shri Swaminarayan Mandir“ besucht habe. Das Ganze sieht bei schönem Wetter ein bissl wie eine ziemlich komplizierte Hochzeitstorte aus. Carrara Marmor halt !
Aber hoch beeindruckend, wenn man auf Bollywood Filme steht. Und wenn ich mich richtig erinnere, muss man seine Schuhe ausziehen und auf bereitgestellte Socken umsteigen.
Es gibt ferner einen Raum in dem alle „Avatare“ Vishnus ausgestellt sind. Einer davon ist übrigens Buddha ! Möchte das jetzt nicht erklären müssen sollen. Sonst sitze ich heut abend noch dran.
Ausserhalb des Tempels gibt’s auch nen Supermarkt in dem alle kulinarischen Paraphenelien Indiens erworben werden können. Auch hier – vor allem bei den Süssigkeiten – isst das kindliche Auge mit !
Hat man das Alles abgehakt – und ordentlich Hunger gekriegt – empfehle ich den Besuch eines sog. „Curry House“. Wo geht man da hin ?
Am besten da wo auch die Inder hingehen !
Weil nämlich da wo sie nicht hingehen, man u.U. als langhaariges, europäisches Weichei von pensionierten, kampfgestählten Indo-britischen Offizieren bedient wird. Und deren Humor ist höchst gewöhnungsbedürftig. Wie mirs mal ging in Manchester.
Auch hier verkneife ich mir einen längeren Exkurs.
„Curry Houses“ in „Landn“ aber wo sind die ?
Liebenswerter Weise sind sie in der Gegend um die „St. Pancras Station“ angesiedelt. Das ist auch ein sehr schön erhaltener victorianischer Bahnhof in der Nähe von „Kings Cross“.
Hier einfach mal gucken !
Londoner wissen aber besser Bescheid. The „Kastoori“ in Tooting is the place.
Kurt